Sieben Mal am Tag singe ich dein Lob

 

 
 
 

Der heilige Benedikt weist uns an, "der Liebe zu Christus
nichts vorzuziehen". (RB 4,21)

Das geschieht vor allem im Gottesdienst,
dem nichts vorgezogen werden soll. (RB 43,3)

Im Stundengebet bringen wir Gott unser Lob dar. Es dient nicht nur unserer persönlichen geistlichen Formung, sondern es ist das Gebet der Kirche, das Gebet aller Christen. Stellvertretend für die Menschen tragen wir in den Psalmen, den Gebeten des Volkes Israel, die auch Jesus gebetet hat, das Lob, den Dank, die Nöte und Bitten aller vor Gottes Angesicht. Die Kraft des Gottesdienstes wurzelt im je persönlichen Gebet der einzelnen Schwester. Sie soll ständig in der inneren Haltung des Gebetes leben, um für Gott ganz offen zu sein.
 

 
 
die Schola
 
 


 Wir singen den größten Teil des Stundengebetes in lateinischer Sprache, der Sprache der Kirche, in den alten Melodien des Gregorianischen Chorals nach der Tradition des Cistercienserordens. So sind wir in einem Netz des Gebetes mit den Christen in der ganzen Welt, aber auch mit den Christen der vorausgegangenen 2000 Jahre verbunden.


Die Gebetszeiten im Tageslauf

 
 

Schon sehr früh beginnt unser klösterlicher Tag in der Matutin (auch Vigilien=Nachtwachen genannt) mit der Bitte: "Herr, öffne meine Lippen, und mein Mund wird dein Lob verkünden". Es folgt der Psalm: "Kommt, lasset uns jauchzen dem Herrn!" Psalmen und Lesungen der Matutin beten und hören wir in deutscher Sprache.

 
 


Der Matutin schließen sich gleich die Laudes an, das feierliche Morgenlob der Kirche, deren Höhepunkt das Benediktus, der Lobgesang des Zacharias, ist:
"Gepriesen sei der Herr der Gott Israels, denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen....
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens."
 

 
 

In der Terz, ursprünglich das Gebet zur 3. Stunde, bitten wir um die Gaben des Heiligen Geistes.
Sie bereitet uns auf die Eucharistiefeier vor, den Mittelpunkt unseres klösterlichen Tages. Gott beschenkt uns mit seiner Gegenwart in seinem Wort und im Sakrament. Und daraus leben wir.

 
 

Um die Mittagszeit beten wir Sext und Non, die Gebetszeiten, die uns an den Kreuzestod Jesu erinnern.
So kehren wir in der Mitte des Tages aus der Arbeit zurück in die Stille und vergegenwärtigen uns wieder das Heilswirken Gottes.

 
 

Die Vesper, das feierliche Abendlob der Kirche, endet mit dem Magnifikat, dem Lobgesang Mariens, den die Kirche zu ihrem eigenen Lobgesang gemacht hat:
"Magnificat anima mea Dominum.
Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig."

 
 

Die Komplet, beschließt unseren Tag mit einem letzten Gruß an die Gottesmutter:
"Salve Regina, mater misericordiae" und leitet über in das große Stillschweigen der Nacht.

 

 

Weitere Informationen zum Thema:

Leben im Kloster
Das Stundengebet
Unsere Gemeinschaft
Ora et labora - Bete und arbeite
Der Weg ins Kloster

 

 

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